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Migration

4 Beiträge

Migration ist eine Vertrauensfrage

Migration ist eine Vertrauensfrage

Migrationen scheitern selten an der Technik. Sie scheitern an den Menschen, die nicht gefragt wurden und deshalb blockieren, ohne je Nein zu sagen. Wer die alten Workarounds kennt, ist der eigentliche Migrationsplan. Dieser Beitrag beschreibt die soziale Schicht jeder Migration: Veto durch Domänenwissen, Schulungen als Symptom und die Frage, warum der eine Sachbearbeiter, der das immer macht, das System ist.

Der Strangler Fig und andere ehrliche Strategien (6/8)

Der Strangler Fig und andere ehrliche Strategien (6/8)

Inkrementelle Ablösemuster — Strangler Fig, Anti-Corruption Layer, Parallel Run, Branch by Abstraction — funktionieren, weil jeder Zwischenschritt produktionsfähig bleibt und das Risiko pro Schritt begrenzt ist. Auf Folien wirken sie ineffizient, in der Realität sind sie die einzigen Varianten, die zuverlässig ankommen. Disziplin, nicht Geschwindigkeit, ist das knappe Gut.

SAP und die Schwerkraft der Geschäftslogik (4/8)

SAP und die Schwerkraft der Geschäftslogik (4/8)

Eine alte SAP-Installation ist keine Software mehr, sondern eine eingefrorene Darstellung dessen, wie ein Unternehmen seine eigene Arbeit versteht. Der wahre Vendor-Lock-in ist nicht technisch, sondern organisatorisch — jede Ablösung öffnet Entscheidungen, die seit fünfzehn Jahren geschlossen waren. Ehrliche Zeitrahmen liegen bei fünf bis sieben Jahren; wer kürzer verspricht, verkauft.

Warum COBOL 2026 immer noch läuft (2/8)

Warum COBOL 2026 immer noch läuft (2/8)

COBOL läuft in Banken und Versicherungen nicht aus Nostalgie, sondern aus nüchterner Kalkulation: deterministisches Verhalten, keine Dependency-Drift, belegbare Stabilität. Ablöseprojekte scheitern selten an der Sprache, sondern an jahrzehntealten, undokumentierten Geschäftsregeln, die erst beim Umzug sichtbar werden. Die Alternative zu Legacy ist nicht Modernität, sondern Risiko.